Dienstag, 21. Februar 2017

Rezension: Ducasse Desserts


„Einfach, gesund und gut“, so lautet der Untertitel des Buches - und da wurde nicht zu viel versprochen. Seit längerer Zeit sehe ich mich nach Dessertbüchern um, und keines hat mich bislang restlos überzeugt - bis ich auf dieses Buch gestoßen bin.

Warum? Desserts sind eine besondere Herausforderung: Sie sollen spannend und neu sein, und einen krönenden Abschluss am Ende des Menüs darstellen. Wenn sie trotz Raffinesse auch noch rasch und einfach herzustellen sind, dann ist das Gold wert. Ich selbst mag fruchtige Desserts sehr gerne, ich liebe den süßen Abschluss des Essens - aber besonders dann, wenn er nicht schwer im Magen liegt. Das gelingt mit vielen Früchten, Kräutern, Gewürzen, Honig - vor allem aber mit vielen Ideen.

Bei Ducasse findet man Rezepte für das ganze Jahr: ich freue mich auf die Erdbeersaison und mit ihr auf das Erdbeergranité mit Eisenkraut oder auf die Obstpfanne mit Süßholz. Das Carpaccio von Pfirsichen und Aprikosen mit Mandeln, das mit Olivenöl, Honig und Basilikum mariniert wird, versetzt mich geistig in Sommerlaune, und beim Anblick der Gewürzpfirsiche aus dem Backofen rinnt mir das Wasser im Mund zusammen - der Sommer möge kommen!  Im Herbst werden Weintrauben mit Thymian und Vanille kombiniert und mit Grappa flambiert. Und das Grapefruitsorbet kommt mit zwei Zutaten aus, so fruchtig kann das bittersüße Sorbet sein! 

Manches erscheint auf den ersten Blick wohl bekannt, doch Details machen den Unterschied. So werden die armen Ritter in leicht gesalzener Butter angebraten, ebenso die dazu gereichten Früchte.
Auch Gemüse kommen gelegentlich zum Zug. Besonders angetan haben es mir die kandierten Tomaten mit Schafsfrischkäse. Ungewöhnlich ist das Fenchelkompott mit Rosinen und Cassisgranité.

Fazit: ein Buch, das man zu Hause haben muss - und eines, das man gerne verschenkt! 

Ich bedanke mich beim Hädecke Verlag für das Rezensionsexemplar - und widme mich meinem Dessert … natürlich aus dem Buch!

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